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Auf den Spuren der Treverer und der Römer
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Der Titelberg: wer kennt ihn nicht in den südlichen Gefilden unseres Landes, besonders aber in der Gemeinde Petingen? Auf einem Areal von 43 Hektar hat der Bergvorsprung, der an der historisch wichtigen Verkehrsachse von Südfrankreich in das heutige Deutschland liegt, seit mehr als 2000 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Er ist in Luxemburg Inbegriff von Ausgrabungen geworden. Waren es früher Treverer und Römer, die hier ansässig wurden, so begegnet man heute Spaziergänger, Geschichtsfreunde und Archäologen auf dem Titelberg. Die ersten Siedler In der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung, bevor die Römer in unsere Region einrückten, errichtete das keltische Volk der Treverer eine befestigte Siedlung auf dem strategisch gut gelegenen Titelberg-Plateau. Die etwas erhöhte Lage gab den ersten Siedlern die notwendige Sicherheit zur Errichtung ihres „Dorfes“. Dieses Oppidum war von einem drei Kilometer langen Wall, dem „murus gallicus“, umgeben, welcher insgesamt fünfmal neu aufgebaut wurde. Die Siedlung wurde mit System angelegt: eine Hauptstraße führte durch die Mitte und verband die beiden Eingangstore miteinaner derweil die Wohnviertel sowie die öffentlichen und sakralen Bauten durch einen Graben voneinander getrennt waren. Das Oppidum könnte sogar die Hauptstadt der Treverer gewesen sein meinen die Fachleute – unter ihnen auch Jeannot Metzler vom Nationalmuseum in Luxemburg-Stadt. Nach dem endgültigen Sieg der Römer über die Kelten im Jahr 53 v. Chr. verlor der Titelberg an Wichtigkeit und verwandelte sich in einen kleineren „Vicus“. Die keltischen Anlagen mussten römischen Einrichtungen weichen. Im dritten Jahrhundert fiel der ganze „Vicus“ der Frankeninvasion zum Opfer. Archäologie erleben Wer heute über den Titelberg spazieren geht – insbesondere im Frühjahr und Sommer - kann sich selbst von der Größe des Areals überzeugen und auch erleben, wie Archäologie „live“ aussieht. Der Zutritt zu den aktuellen Ausgrabungsstellen ist für Besucher nicht erlaubt, doch der Blick vom Wegesrand lohnt allemal. Interessant sind vor allem die Erklärungen in dem für Besucher zugänglichen Park. Neben der Rekonstruktion eines keltischen Wohnhauses werden Einblicke in Kellerräume und Brunnen gewährt. Sogar eine gut erhaltene Töpferplatte kann hier bestaunt werden. Nähere Informationen zu den Funden sowie den Bestattungsorten um den Titelberg herum findet man im Nationalmuseum in Luxemburg-Stadt (www.mnha.public.lu). Leicht zugänglich ist der Titelberg ab dem Pfarrhaus in Lamadelaine sowie ab Fond-de-Gras.
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